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Motivierte Mitarbeiter sind Ihr wertvollstes Kapital

von | Expertenblog Start

Das gilt im Besonderen für Mitarbeiter, die einen Arbeitgeber haben, der mit ihnen zusammen durch die schwierige Zeit einer Angehörigen-Pflege geht.

Die Dankbarkeit, die hier von den betroffenen Mitarbeitern entgegenschlägt, ist enorm. Ist es doch bei Weitem nicht selbstverständlich, hier alleine schon ein offenes Ohr bei Vorgesetzten oder Kollegen zu finden.

Die Zahl der Betroffenen ist hoch. Weit höher, als die meisten Arbeitgeber auf dem Schirm haben:

Rund 16% aller Erwerbstätigen über 18 Jahre betreut zu Hause einen hilfs- oder pflegebedürftigen Menschen!

Laut einer Studie aus dem Jahr 2011 verursacht jeder dieser pflegenden Mitarbeiter, der seitens des Arbeitgebers keine Unterstützung erfährt, durchschnittlich 14.154€ betriebliche Folgekosten pro Jahr.

Woher kommen die betrieblichen Folgekosten?

Kurz gesagt sind die Hauptgründe dafür Präsentismus, Absentismus und die aus Fehlern resultierenden Kosten, wenn der Mitarbeiter z.B. übermüdet in der Produktion steht, weil er durch die nächtlichen Aktivitäten seines dementen Vaters nicht ausreichend Schlaf findet.

Das sind versteckte Kosten.

Wie sollen Sie als Verantwortlicher das auch detektieren, wenn der betroffene Mitarbeiter Ihnen darüber nichts erzählt?

Aber warum erzählt er denn nichts? Weil er zu den über 80% gehört, die sich aus Angst vor beruflichen Konsequenzen nicht trauen, sich Kollegen oder Ihnen als Vorgesetzten zu öffnen.

Was bedeutet das für Sie als Arbeitgeber?

Dass Sie dringend diese Leute erreichen müssen: Mit den richtigen Gesprächen, mit der richtigen Unternehmenskultur, mit den richtigen Angeboten. Das geht.

Und darüber haben wir uns intensiv Gedanken gemacht. Denn diese Mitarbeiter, die in einer ständigen Holschuld versuchen, die notwendigen Informationen zusammenzutragen, um den Pflege-Wahnsinn zu schaukeln, brauchen Hilfe.

Automatisch passiert hier nämlich nahezu gar nichts. Wie auch, sie sind ja nirgends erfasst.

Wissen Sie genau, wer Ihrer Mitarbeiter jemanden pflegt?

Genauso wenig weiß das der Pflegebeauftragte der Kommunalverwaltung (sofern es diesen überhaupt gibt). Auch kein Einwohnermeldeamt. Und selbst die Krankenkasse des Mitarbeiters hat keine Kenntnis davon.

Er wird ja nirgends danach gefragt, um ihn vorsorglich mit Rückenkursen, Burn-Out-Präventionsmaßnahmen oder Fitnesstraining „pflegefähig“ zu halten.

Einzig der Medizinische Dienst der Krankenversicherung (MDK) nimmt bei einer Begutachtung des Pflegebedürftigen zur Einstufung in einen Pflegegrad auf, wer Ansprechperson als Angehöriger ist.

Das ist aber zum Einen noch lange nicht derjenige, der dann auch die pflegerischen Tätigkeiten ausübt und zum Zweiten greift auf diese Infos natürlich niemand anders zu.

Also auch kein relevanter Anbieter von Services aus der Region, kein ehrenamtlicher Verein, der Helfer schicken könnte und auch keine Tagespflege, die den o.g. dementen Vater unter Tags beaufsichtigen könnte.

Pflegende Angehörige sind auf sich allein gestellt.

Also muss der Angehörige sich die Infos selbst zusammentragen.

Und was schätzen Sie nun, wie die Motivation dieses Mitarbeiters steigt, wenn Sie plötzlich als Arbeitgeber bei der nächsten Veranstaltung vorstellen, dass Sie ein eigenes Portal zur Unterstützung pflegender Mitarbeiter eingerichtet haben, Beratungen, Schulungen und Helfer anbieten und AKTIV zum Gespräch einladen, um die Situation für die betroffenen Mitarbeiter zu entschärfen?

Sie werden zum Helden, glauben Sie mir.

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